Oper

"Kleider machen Leute" lautet der Titel von Joseph Suders Oper. Er schrieb sie in der Zeit von 1926 bis etwa 1934, zur Aufführung kam sie infolge des Krieges erst 1964 in Coburg. Der Text geht auf Gottfried Kellers gleichnamige Novelle zurück und wurde vom Komponisten selbst verfasst. Er beließ die Grundlinie der Handlung mit dem "Betrüger wider Willen", bereicherte aber das Geschehen geschickt durch dramaturgische Verzahnungen, sozialkritische Elemente und durch psychologische Vertiefung des ursprünglich nur heiter-ironischen Grundtons. Bei Suder hat der arme Schneidergeselle eine starke künstlerische Begabung, die sich in einem virtuosen Violinsolo äußert und zu einer wichtigen Komponente zur Überhöhung des kleinbürgerlichen "Happy Ends" bei Keller wird. Einzelstücke aus der Oper, besonders die dramatisch so wichtige Ballettmusik, wurden oft aufgeführt.

TitelEntstehungDauerPremiereHerausgeber
Kleider machen Leute
für 3 Flöten (2. und 3. auch Piccoloflöte), 2 Oboen, 2 Klarinetten, Bassklarinetten, 2 Fagott (2. auch Kontrafagott), 4 Hörner, 3 Trompeten, 3 Posaunen, Tuba, Pauken, Schlagzeug (3 Spieler, Harfe, Celesta, Streicher

Oper in fünf Bildern; Text von Joseph Suder nach Gottfried Kellers Novelle

Siehe auch Werke für Bläser, Kammermusik, Orchesterwerke, Lieder
1934150'1964 CoburgAmadeus
BP 1289